GF15.12-P-4024F Antiklopfregelung Funktion 10.7.96

MOTOR  104.941 /943 /944 /991 /994 ab 1.8.96
MOTOR  104.995
  mit CODE (494a) USA-Ausführung
  mit CODE (807) Modelljahr 1997
  mit CODE (808) Modelljahr 1998
  mit CODE (498) ab Modell-J. 97 Japan-Ausführung
MOTOR  111.921 /942 ab 1.9.98,
  111.943,
  111.944 ab 1.8.96,
  111.946 ab 1.6.98,
  111.947 /973,
  111.975 ab 1.8.96
MOTOR  111.945
  im TYP  208.335 /435 ab 1.6.98,
  202.020 /080 ab 1.9.98
MOTOR  111.974
  mit CODE (494a) USA-Ausführung
  mit CODE (807) Modelljahr 1997
  mit CODE (808) Modelljahr 1998
MOTOR  111.951 /952 /955 /956 /957 /958 /982 /983
MOTOR  112.910 /911 /912 /913 /914 /916 /917 /920 /921 /922 /923 /940 /941 /942 /943 /944 /946 /947 /949 /953 /954 /955 /973 /975 /970 /972
MOTOR  113.940 /941 /942 /943 /948 /960 /961 /963 /965 /966 /967 /969
MOTOR  119.980 /981 /982 /985
MOTOR  120.982 /983
MOTOR  137.970


Dargestellt Motor 119
A16 Klopfsensoren
B2/5 Heißfilm-Luftmassenmesser
B6/1 Hall-Geber Nockenwelle
B11/4 Temperaturfühler Kühlmittel
B37 Geber Fahrpedal
L5 Positionsgeber Kurbelwelle
N3/10 Steuergerät ME
T1/1...
T1/8 Zündspulen, Zylinder 1 bis 8
 
    P07.61-0398-06

Aufgabe
Vom Leerlauf bis zur Motorhöchstdrehzahl ab einer Motorlast über ca. 40 % einen klopffreien Betrieb des Motors bei verschiedenen Kraftstoffen in allen Betriebsbedingungen sicherstellen. Dazu wird bei unkontrollierter Verbrennung (Klopfen) der Zündwinkel des/der betreffenden Zylinder(s) nach "spät" verstellt.

Aufbau/Funktion
Die Funktion Antiklopfregelung (AKR) ist im Steuergerät ME integriert. Der Funktionsumfang ist gegenüber früheren Versionen erweitert.
Eingangssignale:
Motordrehzahl (Positionsgeber Kurbelwelle)
Nockenwellenstellung (Hall-Geber Nockenwelle)
Klopferkennung:
Motor 104, 111, 112, 113, 119, 120 durch Klopfsensoren
Motor 137 durch Ionenstrommessung
Motortemperatur (Temperaturfühler Kühlmittel)
Motorlast (Heißfilm-Luftmassenmesser oder Druckgeber bei aufgeladenen Motoren)
Fahrpedalstellung (Geber Fahrpedal)
Vorsteuerung durch automatischen ROZ-Schalter (intern).
 
Ausgangssignale:
zylinderspezifische Zündwinkelkorrektur auf den vom Steuergerät ME errechneten Kennfeldwert
Notlauf Zündwinkel bei erkanntem Fehler.

Grundfunktion
Die Antiklopfregelung ist ab 70 °C Kühlmitteltemperatur aktiv. Wird oberhalb einer Motorlast von ca. 40 % an einem Zylinder auf Klopfen erkannt, wird dessen Zündwinkel ab der nächsten Zündung um ca. 2,3° KW (z.B. M119) oder ca. 3,0° KW (z.B. M120) nach spät verstellt. Wird weiter Klopfen erkannt, wird der Zündwinkel solange in Schritten von 2,3° KW (z.B. M119) nach spät verstellt, bis die maximale Spätverstellung erreicht ist (ca. 10 bis 15° KW, abhängig von Motordrehzahl). Zusätzlich beeinflusst der automatische ROZ-Schalter die maximale Spätverstellung - je höher die gewählte ROZ-Stufe desto geringer ist die maximale Spätverstellung.
Bei klopffreier Verbrennung wird nach einigen Zündungen (abhängig von der Motordrehzahl) die Spätverstellung in Schritten von ca. 0,75° KW zurückgenommen bis der Kennfeldwert (a) erreicht ist oder neues Klopfen auftritt.

Adaption der Klopfregelung
Ab ca. 75 °C Kühlmitteltemperatur ist die Adaption der Klopfregelung aktiv. Erforderliche Zündwinkelkorrekturen wegen klopfender Verbrennung werden laufend zylinderspezifisch und mit dem jeweiligen Betriebszustand des Motors (Last-/Drehzahlbereich) gespeichert.
Bei der Ausgabe der einzelnen Zündwinkel werden die gespeicherten Adaptionswert berücksichtigt, so dass jeder Zylinder sofort mit dem optimalen Zündwinkel betrieben wird.
Bei Gasstoß werden für ca. 2 Sekunden keine Werte gespeichert, um so falsche Adaptionswerte zu vermeiden.

Fehler bei Klopferkennung
Bei Ausfall der Signale von den Klopfsensoren oder der Ionenstrommessung wird aus Sicherheitsgründen der Zündwinkel für alle Zylinder je nach Motordrehzahl und -temperatur bis ca. 11° KW nach "spät" verstellt. Die Klopfregelung und die Adaption werden gesperrt und ein Fehler gespeichert.
  Automatischer ROZ-Schalter
Zusätzlich zur ROZ-Korrektur über den HHT verfügt die Antiklopfregelung über einen automatischen ROZ-Schalter. Dieser erkennt eine anhaltend hohe Klopfneigung des Motors und entlastet die Klopfregelung durch eine entsprechende Vorsteuerung.
Hierzu werden die gespeicherten Adaptionswerte, die Zündwinkel aller Zylinder und die Anzahl der Regelungseingriffe in bestimmten Motorlast-/ Drehzahlbereichen ausgewertet. Je nach überschrittener Schwelle, wird der ROZ-Wert um eine oder mehrere Stufen verstellt. Der Wert bleibt bis zum Abstellen des Motors erhalten.
Nach dem Start wirkt zunächst nur die eventuell vorgenommene ROZ-Korrektur über den HHT/STAR DIAGNOSIS.



Positionsgeber Kurbelwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion GF07.04-P-4116F
  Hall-Geber Nockenwelle Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion GF07.04-P-4117F
  Klopfsensoren Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion   GF15.12-P-4101F
  Temperaturfühler Kühlmittel Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion Motor 119, 120 GF07.04-P-5026F
    Motor 104, 111 GF07.04-P-5026G
    Motor 112, 113, 137 GF07.04-P-5026A
Heißfilm-Luftmassenmesser Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion Motor 119, 120
(runder Anschlussstecker)
GF07.07-P-4118E
    Motor 104, 111, 112, 113, 137 GF07.07-P-4118G
    Motor 111 EVO GF07.07-P-4118GS
  Pedalwertgeber Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion GF30.20-P-4011L
  Steuergerät ME Anordnung/Aufgabe/Aufbau/Funktion GF07.61-P-5000F
    Motor 111 EVO GF07.61-P-5000GS
  Synchronisierung der Einspritz- und Zündfolge ME Funktion GF07.61-P-4009F
    Motor 111 EVO GF07.61-P-4009GS